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Steinsburg

Von der Neundorfer Kirche führt der Hohlweg-Wanderweg zur Suhler Steinsburg. Eine Burg wird dort jedoch vergeblich gesucht werden. Mit dem Namen Steinsburg wird eine Kuppe aus hartem Basaltgestein bezeichnet, die vor vielen Millionen Jahren durch einen heißen Vulkan an die Erdoberfläche gedrückt wurde. Da Basalt sehr hart und dauerhaft ist, wurden die Steine abgebaut und zum Haus- und Straßenbau verwendet. Heute sind noch ein runder Steinbruchkessel und eine kleine Basaltfläche zu sehen. ...

... Der ungehobene Schatz der Steinsburg: Da, wo sich die Forstflur „Steinsburg" ausdehnt, soll früher ein Schloß gestanden haben, an das nur noch ein unterirdischer Gang erinnert, wie erzählt wird. Ein Heinrichser Mann, der zufällig die Öffnung desselben entdeckte und die langgestreckte Hohlung betrat, fand eine metallene Büchse darin. Er öffnete sie erwartungsvoll, doch sie barg nur einen einfachen Zettel, auf dem geschrieben stand: "Sechs Ellen von der Seitenwand liegt ein Schatz verborgen." Sofort kehrte der beglückte Mann nach Heinrichs zurück, trommelte mehrere Freunde zusammen, mit denen er die verlockende Schatzhebung vornehmen wollte. Am ersten Tage gruben die eifrigen Männer ziemlich tief und stießen dabei auf einen eisernen Kasten. Da es jedoch inzwischen stockdunkel geworden und die Truhe auch zu schwer war, beschlossen sie, diese am nächsten Tage ans Licht der Sonne zu schaffen. Doch die hoffnungsvollen Schatzgräber wurden arg getäuscht; sie fanden trotz langen Suchens den Eingang zur Höhle nicht wieder.
(Auszug aus dem Suhler Sagen- und Heimatbuch "Das blaue Feuer" von Ulrich Brunzel)