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Butterbrunnen

Butterbrunnen heißt eine kleine Quelle und zugleich der alte Bergbaustollen am Ringberg. Vom "Himmelreich" aus kann man über die "Alte Poststraße" den "Butterbrunnen" erreichen. Er liegt dort in markanter Lage am Wanderweg zum Ringberggipfel und gehört zum Bergwerk „Ehre Gottes“, in dem vor etwa 300 Jahren Eisenerz abgebaut wurde. Sagengestalten wie der naschhafte Wichtel, der unverschämte Hockauf und ein Wassermann sollen sich noch heute hier herumtreiben. Auf den Tafeln am Brunnen kann man ihre Geschichten nachlesen. Mit Hilfe von Bergleuten, dem Ringberghotel und fleißigen Helfern wurde der verfallene Stollen ...
                                                                               


     ... im Jahr 1998 wieder hergerichtet und gesichert. Heute ist er ein wichtiges Winterquartier für Fledermäuse. Es ist über 100 Jahre her, dass der letzte Bergmann am Suhler Domberg seine Grube verließ. Schon vor dem Mittelalter wurde um Suhl Bergbau betrieben, zuerst an der Oberfläche, dann immer tiefer im Berg. Die Bergleute förderten meist Eisenerze, die überwiegend zur Anfertigung der weltberühmten Suhler Waffen benötigt wurden. Heute sind in den Wäldern um Suhl über 1000 Halden mit dem Gestein aus den Bergwerken zu finden. Auch viele trichterförmige Gruben von Schachteingängen oder eingebrochenen Stollen, „Pingen“ genannt, sind häufig zu sehen. Von den alten Bergwerkstollen sind nur noch wenige erhalten. Wie der Butterbrunnen-Stollen bieten auch der Tiefe Stollen Sankt Jakob und der Lilienstollen im Pochwerksgrund den Fledermäusen ein Winterquartier.