7 Döllberg

Döllberg (760 Meter hoch, hier auf der rechten Seite des Bildes zu sehen - links der Ringberg mit dem Ringberghotel)

Auf den zahlreichen Gipfeln und am Rande der Wanderwege rund um Suhl laden Bergbauden und Hütten zum Rasten ein. Die Hütte auf dem Döllberg wird von einem Verein ehrenamtlich bewirtschaftet. Im Winter ist der Döllberghang etwas für versierte Ski-Abfahrer (und beleuchtet).

Der ungehobene Schatz auf dem Döllberg: Auf dem Döllberge soll zuweilen um die Mitternachtsstunde ein Licht brennen. Eine Frau der Hoffnung sah es einst von ihrem Acker am Kornberg aus, wo sie Garben holte, fern leuchten. Zuhause angekommen, ...

... machte sie sich sofort auf den Weg, um den so angezeigten Schatz zu heben. Endlich als sie ans Ziel gelangt war, bemerkte sie nur noch ein dürftiges Flämmchen aus dem Erdboden züngeln. Als sie jedoch dicht hinzutrat, bekam sie eine kräftige Ohrfeige. Ruckartig ging sie einige Schritte zurück, betete ein Vaterunser und begab sich getrost nach Hause. Als unternehmungslustige Frau war sie keineswegs entmutigt, sondern stieg am anderen Morgen wieder bergauf und fand nun an der bewußten Stelle einen Beutel voll Gold. Doch siehe, als sie ihn greifen wollte, tat der verlockende Schatz verschwinden. Weinend lenkte nun die enttäuschte Oberländerin ihre Schritte wieder hinab ins Tal, doch hat sie sieben Jahre lang über das ihr entgangene Glück sehr gegrämt, wie ihr überhaupt in der "Hoffnung" so manche Hoffnung unerfüllt geblieben sein soll.
(Auszug aus dem Suhler Sagen- und Heimatbuch "Das blaue Feuer" von Ulrich Brunzel)